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Printprodukte gestalten – das solltest du über Bildgrößen und Druckqualität wissen

Du möchtest aus einem Foto oder den Bildern meiner Nordsee-Fotoboxen ein Plakat, ein stimmungsvolles Wandbild für Deinen Verkaufsraum, einen  Aufsteller, ein Banner oder ein anderes Printprodukt mit deinem individuellen Design gestalten, weißt aber nicht, wie groß diese Produkte werden können und dürfen? Du stößt auf Begriffe wie Pixel, Megapixel und DPI und bist nach deinen anfänglichen Recherchen verunsichert? Das kenne ich. Mir ging es genauso, als ich angefangen habe, meine Fotografien auf Leinwand drucken zu lassen.  In diesem Artikel versuche ich, wein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Du erfährst, worauf es bei der Druckqualität wirklich ankommt, warum Online-Druckereien manchmal vorsichtiger sind als nötig und welche Gestaltungsmöglichkeiten Du mit den Bildern aus meinen Fotoboxen PRINT und natürlich auch mit deinen eigenen Fotos hast.

Verschiedene Printprodukte aus der digitalen Nordsee-Fotobox "Schafe am Deich"
Beispielideen aus der Fotobox "Schafe am Deich", die deine Botschaft tragen könnten

Pixel und Megapixel – die „Bausteine“ eines Bildes

Jedes digitale Bild besteht aus vielen kleinen Bildelementen, den sogenannten Pixeln. Je mehr Pixel ein Bild besitzt, desto mehr Details können dargestellt werden. Die Bilder in den Nordsee-Fotoboxen PRINT haben eine Auflösung von 4080 × 3060 Pixel. Das entspricht rund 12,5 Megapixeln. Je nach Einstellung werden vermutlich auch deine Smartphone-Fotos eine Bildgröße von etwa 12 Megapixeln haben. Für die meisten Marketing- und Printanwendungen ist das eine gute Ausgangsbasis. 

 

Die Kennzahl Pixel sagt also etwas darüber aus, wie aus wie vielen einzelnen Teilen, also Bildelementen dein Bild besteht. Diese Bildelemente kannst du dir wie farbige Bausteine vorstellen, aus denen sich das Bild zusammensetzt. 

DPI –Die Dichte der FarbPunkte

DPI steht für „Dots per Inch“, also Druckpunkte pro Zoll. Diese Kennzahl ist wichtig für Printprodukte. Ein Drucker hat nur vier Farben, die er punktweise verteilen kann. Ein Printprodukt besteht aus vielen zigtausenden kleinen Farbpunkten, die zusammen das Bild ergeben. Ein Drucker kann keine Farbmischung vornehmen, sondern nur die einzelnen Druckpunkte mit eine der vier Druckerfarben (blau, rot, gelb, schwarz) platzieren. Je dichter die einzelnen Druckpunkte aneinander liegen, desto schärfer wird das Bild. Der Wert DPI beschreibt also, wie dicht die Bildpunkte auf dem fertigen Druck verteilt werden. Er gibt die Konzentration der einzelnen Punkte pro Inch an. 

 

Je größer das gedruckte Endprodukt wird, desto weiter werden die vorhandenen Bildinformationen, also die Druckpunkte, verteilt. Die spätere Druckqualität hängt immer von zwei Dingen ab:

  1. Wie groß wird gedruckt?
  2. Aus welchem Abstand wird das Produkt später betrachtet?

Bestimmt hast du dir schon mal ein großes Werbeplakat aus der Nähe angeschaut und festgestellt, dass es aus der Nähe total unscharf ist.  Die Qualität eines Printproduktes hängt nicht nur vom Betrachtungsabstand ab, sondern auch vom Motiv und dem Trägermaterial. Ein Trägermaterial, welches grob strukturiert ist, wie z.B. eine Leinwand, kann viel besser kleine Unschärfen kaschieren als ein sehr glattes Material. 

Warum Landschaftsbilder oft größer gedruckt werden können

Jetzt wird es für die Arbeit mit den Fotos aus den Nordsee-Fotoboxen PRINT interessant: Landschaftsbilder und vor allem Küstenlandschaften bestehen aus natürlichen Strukturen. Das nehmen unsere Augen auch deutlich entspannter wahr als klare Linien. Landschaftsaufnahmen können in der Regel deutlich größer als andere Motive gedruckt werden, ohne dass der Gesamteindruck leidet. 

 

Anders sieht es bei Motiven mit klaren Linien wie Schriftzögen, Logos, technischen Zeichnungen oder Portraits aus. Hier fällt jede kleine Unschärfe sofort auf. Wenn du also Landschaftsfotos mit einem klaren Design (wie z.B. deinem Logo) oder einem Text kombinierst, solltest du der Auflösung der hinzugefügten Linien und Designs die höhere Aufmerksamkeit schenken. 

 

Für eine sehr gute bis exzellente Druckqualität ist eine Anordnung von mindestens 300 dpi erforderlich. Eine Dichte von mindestens 200 dpi sorgt für eine gute Druckqualität. Für Leinwände und Poster genügt eine Dichte von 100 dpi.   

 

Warum Online-Druckereien manchmal zu früh warnen

Ich habe einige Online-Druckereien ausprobiert und mich erschrocken, wenn ich bei der einen die Meldung "Die Auflösung ist möglicherweise zu gering."  bekommen habe, obwohl der Druck des gleichen Bildes bei einer anderen Druckerei brillant war. Deshalb habe ich angefangen, die Zusammenhänge zwischen Druckqualität, den einzelnen Printprodukten und den Einstellungen der Druckereien näher zu betrachten. 

 

Die gute Nachricht vorab: Eine Warnmeldung, dass die Auflösung des Bildes möglicherweise zu gering ist, bedeutet nicht, dass der Druck schlecht wird. Das Computersystem der Online-Druckerei (er-)kennt nämlich nur die Bilddatei. Es weiß nicht, ob 

  • ein Landschaftsbild oder ein Firmenlogo gedruckt wird,
  • das Produkt aus 5 Zentimetern oder aus 5 Metern betrachtet wird,
  • es sich um ein Magazindruck mit vielen Buchstaben und detailreichen Bildern, ein Wandbild oder einen Messeaufsteller handelt.

Deshalb arbeiten die meisten Anbieter mit sehr konservativen Sicherheitsgrenzen, die für alle Eventualitäten und Variationen des Printproduktes eine scharfe Auflösung garantieren. Manche Online-Druckereien haben Systeme, die bei einer späteren Druckdichte von unter 300 dpi schon warnen, andere warnen erst, wenn bei größeren Printprodukten die Grenze von 100 dpi unterschritten wird. Die Systeme sind darauf ausgelegt, Reklamationen und schlechte Reputationen für die Druckerei zu vermeiden. Deshalb warnen die Systeme lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Aus Sicht der Druckerei ist das nachvollziehbar. 

 

Aus unserer Kundensicht führt das allerdings oft dazu, dass unser Bild schlechter eingeschätzt wird, als es tatsächlich ist. Für Poster und Leinwandbilder, und insbesondere für Landschaftsbilder, ist ein dpi-Wert ab 100 vollkommen ausreichend. 

Warum Du Warnmeldungen nicht überbewerten solltest

Eine Software kann Pixel zählen. Sie kann aber nicht beurteilen, wie ein Motiv tatsächlich wirkt. Ein Landschaftsbild, das von einer Druckerei als „kritisch“ eingestuft wird, kann als Wandbild, Plakat oder Banner trotzdem hervorragend aussehen. Gerade bei Natur- und Landschaftsmotiven sind automatische Qualitätsbewertungen häufig deutlich vorsichtiger als nötig. Deshalb lohnt es sich, die Warnmeldung als Hinweis zu betrachten – nicht als endgültiges Urteil.

Orientierungshilfe für Poster und Leinwandbilder

Orientierungshilfe für den Poster- und Leinwanddruck
Übersicht Druckqualität für Fotoprints aus den Nordsee-Fotoboxen

Merke:

1. Je natürlicher das Motiv und je größer der Betrachtungsabstand, desto größer darf das Druckformat sein. 

 

2. Wenn ein Landschaftsbild aus einigen Schritten Entfernung betrachtet wird, ist oft deutlich mehr möglich, als die automatische Qualitätsprüfung der Online-Druckerei vermuten lässt.

 

Jetzt weißt Du, worauf es beim Gestalten deiner Printprodukte ankommt. Viel Spaß beim Gestalten Deiner Wandbilder, Plakate, Aufsteller, Broschüren, Merchandise-Artikel und was dir sonst noch so alles einfällt 😉.

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